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RSC räumt gleich zwei Pokale in Bielefeld ab

Nach der langen Corona-Turnierpause fieberten die Rüsselsheimer Wasserballer dem Bielefelder Turnier entgegen, was nach 2 Jahren Corona-Zwangspause endlich wieder stattfinden sollte. Angetreten wurde mit zwei Mannschaften – eine Herrenmannschaft und ein Mixed-Team.

Schwierige Anreise

Nach der verkorksten Anreise war eigentlich schon klar – es konnte nur noch bergauf gehen! Wie in jedem Jahr fuhren wir in mehreren Autos gen Norden. In der ersten Fuhre waren Joachim und Toni mit Paul im Wohnmobil sowie Daniel, Bambi, Thomas und Linda mit Pascal in dessen Bus. Das erste (und wohl größte) Unglück war das Schlappmachen von Pascals Bus irgendwo im Nirgendwo von Nordhessen. Der Anhänger mit sämtlicher Campingausrüstung war in den hessischen Mittelgebirgen dann wohl doch etwas viel gewesen. Nachdem klar war, dass der Bus keinen Meter mehr fahren würde, wurde herumtelefoniert, wie man weiter vorgehen würde. Das Wohnmobil hatte keine Anhängerkupplung und fuhr somit weiter Richtung Bielefeld. Glück im Unglück war es, dass Auto Nummer 2 mit Freddi und Maria doch tatsächlich über eine Anhängerkupplung verfügte. Die beiden nahmen eine Stunde Umweg in Kauf und sammelten den Anhänger und Thomas auf halber Strecke ein. Die weiteren Nachkömmlinge organisierten statt dem einen Auto schließlich zwei weitere Autos und sammelten den Rest von Pascals Truppe ein.

Doch dies war nicht genug. Dorian, der dienstlich aus Hannover anreiste, musste wegen einer ICE-Vollsperrung noch vom Wohnmobil in Hannover eingesammelt werden, und Sebi kennt jetzt jede Raststätte entlang der Strecke, da seine kleine Tochter der Meinung war, dass sie Autofahren nicht so mag. Das einzige Positive der Hinreise war wohl, dass wir das große Gewitter nur aus dem Auto heraus erlebten und es fertig geregnet hatte, als wir in Bielefeld ankamen. Unser Stammplatz war natürlich auf Grund der späten Anreise vergeben und im Dunkeln Zelte aufbauen ist auch nie ideal. Aber Freddis Kartoffelsuppe, Bier, Äppler und unser schickes Lagerfeuer konnten den Abend dann noch retten!

Zum Turnier

Unsere Mixed-Mannschaft bestand aus unseren vier Mädels: Chiara, Linda und Maria. Toni unterstützte hochschwanger mental und Melissa aus Bielefeld (und Darmstadt) half im Tor aus. Den Rest füllten wir mit unseren Jungs auf. Voraussetzung im Mixed ist lediglich, dass vier Mädels gleichzeitig spielen.

Beide Teams zeigten sehr gute Leistungen, was sich auch in den Ergebnissen zeigte. Schon Samstagabend war klar, dass wir gute Platzierungen erzielen würden. Auch das Wetter spielte mit. Trotz anderer Vorhersagen regnete es zwischendurch nicht mehr wirklich. Trotz der nur etwa 20 Grad schafften es auch einige sich dennoch einen Sonnenbrand zu holen. Durch die vielen Spiele und das nicht ganz so warme Wetter fielen viele Aktivitäten wie Beachvolleyball aus. Auch das Bielefelder Phänomen, dass es immer eine Person gibt, der es am Samstag nicht so gut geht, kam wieder zum Vorschein. Es wurde an beiden Abenden im Partyzelt gefeiert und viele Bekanntschaften an unserem (sehr beliebten) Lagerfeuer gemacht. Am Samstagabend gab es sogar eine Gratismusikeinlage vom Leipziger Team mit Gitarre und Ukulele am Feuer. Zugabe kam von einem singenden französischen Wasserballer aus Berlin. Magnifique!

Zwei Pokale

Im Mixed-Wettbewerb verlor man lediglich ein Spiel – und das auch nur weil die Berliner Mannschaft größtenteils nur mit zwei Mädels spielte. Die Regeln werden leider nicht ganz so ernst genommen. Aber Schwamm drüber. Da es hier nur die Gruppenphase gab, war klar, dass dies den zweiten Platz von fünf teilnehmenden Teams bedeuten würde!

Auch die reine Herrenmannschaft schlug sich super. Auch wenn die meisten Teams Oberligisten oder niedriger waren, so spielten doch in mehreren Mannschaften auch einige Zweitligaspieler mit. Gegen solche Teams war wenig zu holen. Der Höhepunkt des Turniers war aber sicherlich das Platzierungsspiel um Platz 5. Der Gegner hieß ausgerechnet Leipzig… In Sachen Stimmungmachen gehört diesem Team sicherlich die Turnierkrone. Anschwimmen wurde kurzerhand per Schnick, Schnack, Schnuck entschieden – den Rest des Spieles nahmen allerdings beide Seiten ernst. In bester Atmosphäre besiegten wir die Leipziger und sicherten uns somit besagten 5ten Platz. Wir freuen uns auf jeden Fall über ein Wiedersehen 🙂

Aber halt – gab es nicht noch einen zweiten Pokal? Gut aufgepasst – den zweiten Pokal holte sich Maria ziemlich überraschend als beste Torschützin des Turniers! Überraschend ist hier im Sinne der Unkenntnis über die Existenz eines solchen Pokals gemeint, nicht der Leistung an sich 😉


Bielefeld – Wir kommen sicherlich nächstes Jahr wieder! Der Mixed-Wettbewerb scheint uns zu liegen, vielleicht kann man da im nächsten Jahr noch einen draufsetzen 😛

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