Wiedergutmachung in letzter Sekunde vereitelt

Am gestrigen Abend stieg im Lachebad in Rüsselsheim vor zahlreichen Fans das Rückspiel gegen die zweite Mannschaft aus Fulda in der Oberliga Hessen. Nachdem das Team im Hinspiel vor zwei Wochen nur knapp mit einem Tor verloren hatte, wollte man als Mannschaft natürlich alles daran setzen, im Rückspiel zu zeigen, wer die Heimmacht ist.

Mit voller Mannschaftsstärke trat das Team des RSC an, alle Spieler waren fit und heiß auf das Spiel. Nachdem die Tore ins Wasser gelassen worden waren und die Leinen befestigt waren, füllte sich auch zusehends die Halle. Draußen war es über zwanzig Grad warm, und auch die Temperatur in der Halle war nicht minder kühl.

Das Spiel

Helmut Hammen, der an diesem Abend die Vertretung für Coach Thomas Rothkugel übernahm, gab noch ein paar taktische Hinweise für das Spiel, dann startete man direkt nach dem Warmmachen. Wie auch in den vergangenen Spielen verschlief die Mannschaft die ersten vier Minuten und es stand 0:3 für die Gäste. Nach einer Rausstellung für Fulda konnte Martin Kohl jedoch punkten. Leider wurde die Mannschaft dadurch nicht wachgerüttelt und viele Pässe landeten beim Gegner oder man konnte sich bei einem Überzahlspiel nicht mit einem Tor belohnen. So endete das erste Viertel mit 2:7 gegen den RSC.

Nach einer kurzen Verschnaufpause versuchte man im zweiten Viertel dem Vorsprung der Gäste entgegen zu wirken, Sebastian Opitz konnte drei Mal den Ball im gegnerischen Netz versenken. Das Team der Rüsselsheimer drehte auf, zeigte, dass ein Rückstand nicht gleich Aufgeben bedeutet und legte alles in den Angriff. Mit dem Tor zum 9:9 von Pascal Kloos konnte der RSC zum ersten Mal ausgleichen, ein paar Sekunden später traf Fulda zum Halbzeitstand von 9:10. Dieses Viertel gewann der RSC jedoch deutlich mit 7:3.

Das dritte Viertel begann, wie das letzte aufgehört hatte. Der RSC glich sofort aus und konnte mit 12:11 erstmalig nach einem Treffer von Dorian Schäfer in Führung gehen. Die zahlreichen Zuschauer, es hatten sich circa 40 Stück in der Halle am Beckenrand versammelt, sahen, dass Fulda ein wenig ins Trudeln kam und gegen Rüsselsheim versuchte, die Überhand zu behalten. Das Viertel endete mit einem Gleichstand 13:13, und wieder hatte der RSC das Viertel mit 4:3 gewonnen.

Die Schlussphase

Doch es sollte noch einmal spannend werden. Das letzte Viertel begann mit einem Tor für Fulda, dann kam es zum Tumult auf der linken Außenbahn. Die Schiedsrichter pfiffen, auf den Rängen unter den Zuschauern und bei den Mannschaften im Wasser und auf der Bank herrschte Ungewissheit. Was war geschehen? Nummer 6 von Fulda hatte seine dritte Rausstellung erhalten und musste seine Badekappe ausziehen und auf der Tribüne Platz nehmen. Die folgende Verwirrung der Gäste konnte der RSC nutzen und mit Toren von Christoph Herder und Sebastian Opitz mit 15:14 in Führung gehen. Noch waren es zwei Minuten zu spielen, man musste den Vorsprung über die Zeit retten. Doch der RSC spielte auf einmal unsicher, es kam zu zwei Rausstellungen. Fulda konnte jedoch nicht punkten. Ein Minute vor Schluss trafen die Gäste dann im Überzahlspiel und glichen aus. Konnten die Rüsselsheimer noch einmal nachlegen und in Führung gehen und den ersten Sieg der Saison einfahren? Kurz und Schmerzlos: Leider nicht. In der letzten (!!!) Sekunde der Spielzeit konnte Fulda noch einmal den Schlussmann der Rüsselsheimer Joachim Kohl überwinden, der bis zum Ende überragend gehalten hatte und somit muss der Traum vom ersten Sieg vertagt werden.


Torschützen: Sebastian Opitz (5), Dorian Schäfer (4), Pascal Kloos (2), Martin Kohl, Christoph Herder, Philip Mattes


Zum Schluss

Getragen von den zahlreichen unterstützenden Fans konnte die Mannschaft zeigen, dass sie immer mehr zu einer Einheit wird. Natürlich sind es hier und da noch ein paar Fehler, die sich im Passen oder dem Verteidigen der Angreifer einschleichen, aber das Team kann mit seiner Gesamtleistung zufrieden sein. Wieder einmal hat man gemerkt, dass man anders spielt, wenn einem der komplette Kader zur Verfügung steht und man zahlreiche Auswechselspieler zur Hand hat. So kann jeder im Wasser 110% geben und sich dann kurz draußen ausruhen, um erneut am Spielbetrieb teilzunehmen.


Am kommenden Montag, den 22. Mai, erwarten die Rüsselsheimer die zweite Mannschaft aus Frankfurt, vielleicht kann man ja hier den ersten Sieg einfahren.

Gleich die Woche darauf, am 29. Mai, findet unser letztes Heimspiel statt. Dann gegen den SC Wiesbaden, die Titelverteidiger.

 

 

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