U10 stellte sich neuer Herausforderung

Am vergangenen Samstag spielte unsere U10 ihr erstes Miniturnier. Auch wenn es sich dabei nur um ein Trainingsturnier handelte, so freuten sich doch alle sehr darauf!

Eingeladen hatten uns die Darmstädter. Gegen deren U10 veranstalten wir regelmäßig Trainingsspiele. Da Rüsselsheim und Darmstadt leider die einzigen Teams in der Region sind, kannten unsere Nachwuchsspieler bisher nur diesen einen Gegner. Zusätzlich zu den Darmstädtern war der SV Cannstatt zu Gast. Eine vierte Mannschaft fand sich leider nicht. Gespielt wurde in einem einfach „jeder-gegen-jeden-Modus“.

Erstes Spiel – Cannstatt

Wir hatten das erste Spiel gleich Pause. In der Zeit maßen sich Darmstadt und Cannstatt, wobei Cannstatt das Spiel mit einem 16:6 für sich entscheiden konnte.

Danach ging es für die Cannstätter direkt weiter. Nach einer 15-minütigen Pause durften unsere Jungs und Mädchen dann endlich ran. Das Spiel war für ein Jugendspiel tatsächlich relativ torarm. Das lag einerseits an zwei sehr gut aufgelegten Torwärten, andererseits an den beiden sehr ausgeglichenen Teams. Obwohl Cannstatt direkt 2:0 in Führung gehen konnte, so schafften sie es doch nie ganz wegzuziehen. Am Ende stand ein 6:3 für Cannstatt auf der Anzeigetafel. Aus Trainersicht eine starke Leistung – sogar allgemein das beste Spiel bisher!

Besonders stark waren unsere Torschützen Luca (2) und Noah, die beide insgesamt ein super Spiel erwischt hatten. In der Verteidigung überzeugten besonders Patryk, Eren, Antoni und unser Torwart Emir-Kaan. Große Fortschritte konnte man vor allem bei den jüngeren und „neueren“ Spielern sehen, wir hoffen, dass dieser Trend sich fortsetzt.

Cannstatt spielte mit seiner Herrenmannschaft lange in der 1. Bundesliga, vorletzte Saison folgte der Abstieg in die 2. Bundesliga Süd. Auch wenn die Jugendmannschaften natürlich direkt nichts mit dem Erwachsenenbereich zu tun haben, so sind doch in der Regel die Rahmenbedingungen bei größeren Vereinen andere. Von daher kann unser Nachwuchs (und auch die Trainer) stolz auf das Ergebnis sein.

Zweites Spiel – Darmstadt

Das zweite Spiel lief leider überhaupt nicht in unserem Sinne. Nachdem wir uns gegen Cannstadt deutlich besser geschlagen hatten als unser zweiter Gegner, malten wir uns durchaus gute Chancen aus. Leider kamen die Darmstädter Jungs frisch erholt und voller Energie aus der Pause. Unsere Spieler waren noch etwas zermürbt und gefrustet; der Cannstätter Nachwuchs hatte wohl etwas körperlicher gespielt – das war unser Nachwuchs nicht so gewohnt. Vor allem kochen in solchen Situationen dann viele Emotionen hoch, wenn der Schiri nichts davon pfeift. Aber das ist nunmal unser Sport. Manche Beschwerden waren durchaus gerechtfertigt, andere aber nicht – generell ist es aber egal, wer im Recht ist: Was der Schiri sagt, das gilt ohne Diskussion. Das wird der Nachwuchs noch lernen müssen. Im Wasserball gilt der Schiri (zum Glück) noch als Respektsperson. Meckern wird hier kaum gesehen und meist hart bestraft.

Leider fingen sich unsere Jungs während des Spiels auch nicht mehr. Nachdem die Darmstädter einen soliden Vorsprung hatten, verlor man etwas den Kampfgeist. Neben den Emotionen war auch die Ausdauer ein Problem. Wir mussten noch nie mehrere Spiele an einem Tag, geschweige denn direkt hintereinander, spielen. Es schwamm kaum noch jemand zurück, der Torwart wurde viel zu oft allein gelassen. Auch der Spielaufbau nach vorne scheiterte an der fehlenden Schwimmbereitschaft.

So kassierten die Jungs eine verdiente Niederlage. Im Training wird nun an der Ausdauer gefeilt werden müssen. Außerdem werden wir die Fouls nochmal gezielt durchgehen, damit sich niemand im Spiel unnötig ärgert.

Fazit

Als Trainer bin ich zufrieden. Ein sehr starkes Spiel gegen Cannstatt mit vollen Kräften. Hätte man als erstes gegen Darmstadt gespielt, wäre das Spiel sicherlich deutlich anders ausgegangen. Aber hätte, hätte, Fahrradkette. Nächstes Mal machen wir es besser!

Noch nebenbei: Die Jungs und Mädels haben das erste Mal ihren Schlachtruf alleine rufen müssen – da machen sie unseren Erwachsenen schon Konkurrenz! Und mit Edua stellten wir das einzige Mädchen. Mittlerweile haben wir drei Mädchen in der U10. Schade, dass bei den anderen Teams diesmal keine Mädels dabeiwaren.

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