ZAOSU Cup 2019 in Langen: RSC in Topform

Über drei Tage bewiesen die Schwimmer des Rüsselsheimer Schwimm-Clubs  ihre Topform beim ZAOSU Cup, der in diesem Jahr in Langen ausgerichtet wurde. Keine leichte Aufgabe, denn das Team maß sich unter anderem mit Schwimmern, die den Wettkampf für die Zulassung der deutschen Meisterschaften nutzen. Die guten bis hervorragenden Platzierungen zeigten:  W i r  müssen uns nicht verstecken!

3 x Gold und 2 x Bronze über 400m Freistil und Lagen

Mit 16 Schwimmern ging der RSC an den Start der 50m-Bahnen. Die Strecke ist deshalb erwähnenswert, da der RSC lediglich an 25m-Strecken trainiert und längere Strecken konditionell schwieriger zu bewältigen sind. Dennoch konnte in 69 gemeldeten Disziplinen so mancher das begehrte Podest besteigen.

Freitag wurden die Wettkämpfe für 400m Freistil und 400m Lagen ausgetragen. Erfolgreichster Teilnehmer war Robin Schüssler (2002), der in beiden Disziplinen einen ersten Platz errang. Daniel Esquilas Wanka (2007) jagte die älteren Schwimmer vor sich her und ließ aber nicht locker. Als jüngster Teilnehmer im Feld der 400m Lagenschwimmer holt er sich ebenfalls die Goldmedaille. Bei den Damen erkämpfte sich Anouk Oceguera (2007) die Bronze-Medaille bei 400L. Dieser Lauf war spannend bis zu Letzt: Da der Zeitnehmer einen langsamen Daumen hatte, wurde der 3. Platz mittels Zielrichterentscheid vergeben. Nadia Haßfeld (2004) setzte sich eher unkompliziert auf den 3. Platz bei 400 F :o)

„Massenabfertigung“ am Samstag und Sonntag

Samstag und Sonntag entstanden teilweise lange Pausen zwischen den einzelnen Disziplinen, denn insgesamt gab es 2.700 Starts. Aufgrund der vielen Meldungen im Freistil wurden die 50m-Sprints alle recht zügig durchgepfiffen. Der Anschlag war noch nicht abgeschlossen, da starteten schon die nächsten Sprinter. Auch bei den 200m Freistil ging es heiß her. Hier war alles gemeldet… von Schwimmern, die sich zum ersten Mal an die Disziplin wagten bis zu denen, die Jagd auf die Qualifikationen für die deutsche Meisterschaft machten.

Hier nun die besten Platzierungen des Rüsselsheimer Schwimm-Clubs beim ZAOSU Cup 2019:

  • Lukac, Anamarija  |03| 200m R| 3:10,73 |1. Platz
  • Maurer, Katharina |03|  200m B|3:24,99 |1. Platz + 100m B| 1:31,33 |2. Platz
  • Haßfeld, Nadia   |04| 400m F| 5:47,00 |3. Platz + 50m S|0:33,42 |2. Platz
  • Steinke, Laura  |04| 200m B|3:12,60 |3. Platz
  • Oceguera, Anouk  |07| 400m L|7:14,21 |3. Platz
  • Schüssler, Robin |02| 400m F| 4:51,50 |1. Platz + 400m L| 5:30,04 |1. Platz
  • Ackermann, Luis  |03|100m R| 1:13,92 |3. Platz
    • 100m B| 1:23,48 |3. Platz
    • 100m F| 1:03,45 |3. Platz
  • Esquilas Wanka, Daniel  07| 400m L| 7:04,47 |1. Platz + 200m S| 3:48,14 |3. Platz

Hier geht`s zum Gesamtergebnis!


An dieser Stelle auch einen herzlichen Dank an alle Kampfrichter, die uns in Langen so fleißig unterstützt haben!!!

 

Unsere Wasserballerin Antonia Hocks war seit langem mal wieder als Kampfrichterin im Einsatz und hat uns ihre Eindrücke zum Wettkampf zusammengefasst:

Als Kampfrichter kann ein Wettkampf auch schön sein!

 

Nach vielen Jahren als Schwimmerin habe ich nun das erste mal einen Wettkampf von der Seite einer Kampfrichterin erlebt. Morgens kam ich mit den anderen RSClern gemeinsam am Schwimmbad in Langen an und hatte noch ein wenig Zeit mich zu unterhalten, bevor die Kampfrichtersitzung anfing.

Kampfrichtersitzung

Voll ausgestattet mit Kampfrichtershirt, Kampfrichterheft und teils Klemmbrettern und Stoppuhren versammelten sich alle Kampfrichter der verschiedenen Vereine, um den Einsatz bei diesem Wettkampf in ihre Hefte eintragen zu können. Als das erledigt war, wurden für die Strecken, die im Abschnitt anstanden noch einmal die wichtigsten Regeln genannt, auf die zu achten ist, während das Kampfgericht die Schwimmer beobachtet. Die Positionen wurden zugeteilt und ich bekam die Aufgabe der Zeitnehmerin gemeinsam auf einer Bahn mit einem Schwimmvater aus Weiterstadt.

Wettkampf als Zeitnehmerin

Direkt von der Kampfrichtersitzung ging es in die Schwimmhalle und alle Kampfrichter nahmen ihre Positionen ein. Als Zeitnehmer hatten wir für jeden Lauf eine Startkarte der Schwimmerin bzw. des Schwimmers auf unserer Bahn. Um die Läufe kürzer hintereinander starten zu können, wechselten sich auf jeder Bahn zwei Zeitnehmer ab, sodass immer einer die gerade gestoppte Zeit zu notieren, während der andere sich auf den nächsten Lauf konzentrierte.

Vor dem Lauf wurde der/die Sportler/in nach dem Namen gefragt, dann musste die Stoppuhr mit dem Startpfiff und beim Anschlag gedrückt werden. Auf der 50m Bahn in Langen wurden bei 200 m Strecken außerdem die 100 m Zwischenzeiten genommen und notiert sowie die Wende kontrolliert.

Langweilig wird es nicht

Der Abschnitt begann mit 200 m Rücken und besonders bei den Jüngeren bringt die Rollwende viele Schwierigkeiten mit sich. Leider musste ich gleich die erste Schwimmerin auf meiner Bahn disqualifizieren, da diese sich zu früh umdrehte. Ich hatte also einen Lauf Zeit, um einen Zettel auszufüllen und das gesehene den Schiedsrichtern zu schildern.

Da viele der Schwimmer/innen ihre Zeiten direkt nach dem Lauf wissen wollen und dann oft die Startkarten schon weg sind, habe ich mir alle Zeiten zusätzlich auf meinem Meldeergebnis notiert, um sie noch nachschauen zu können. Meist habe ich die Zeiten aber direkt nach dem Anschlag noch den Schwimmer/innen sagen können und immer mal enttäuschte, aber viele erfreute Gesichter gesehen.

Bei den 200 m Strecken war es für die Zeitnehmer recht entspannt, sodass ich mich mit dem zweiten Zeitnehmer auf meiner Bahn gut unterhalten konnte und das Geschehen drumherum aus der Kampfrichterperspektive beobachten konnte. Wir wurden mit Getränken versorgt und ab und zu konnte man mal für en paar Sekunden raus, um zwischen der stickigen Schwimmbadluft etwas frische Luft und Sauerstoff zu schnappen.

Konzentration und Schnelligkeit gefragt Der krönende Abschluss des Abschnitts waren die 50 m Freistil. Die Zeitnehmer wechselten vorher die Seite, sodass sie am anderen Ende der 50 m Bahn standen. Bei der Geräuschkulisse in der Schwimmhalle und teilweise Chaos und Geschrei nach dem Anschlag des vorherigen Laufs war höchste Konzentration gefragt, um den Startpfiff auf der anderen Seite des Beckens mitzubekommen. Die schnellsten Läufe waren unter 30 Sekunden, sodass gegen Ende die Zeit zum Stoppen, aufschreiben und wieder bereit sein sehr kurz wurde. Während der eine Lauf noch die letzten Meter schwamm wurde der nächste Lauf auf der anderen Beckenseite bereits angepfiffen, es musste also alles zügig erledigt werden.

Tolle Möglichkeit, den Verein zu unterstützen!

Als Zuschauer ist ein Schwimmwettkampf im Vergleich zu anderen Sportarten doch oft recht langweilig. Ich habe nicht oft jemanden gefragt, mir bei einem Schwimmwettkampf zuzuschauen, da man für die paar Sekunden oder Minuten im Wasser meist mehrere Stunden im Schwimmbad verbringt. Kennt man viele und kann immer wieder jemanden anfeuern, besonders bei den DMS, macht es Spaß, aber nur wegen einer Person einen ganzen Tag im Schwimmbad zu verbringen ist nicht wirklich das spannendste. Ich bin sehr froh, nun die Wettkämpfe auch von dieser Seite erleben zu können und den Verein dabei zu unterstützen. Der Verein muss pro Abschnitt abhängig von der Anzahl der Meldungen Kampfrichter stellen, sodass immer Bedarf ist, damit nicht immer die gleichen Personen Kampfrichter machen müssen.

Ich konnte allen Schwimmern vom RSC vor dem Start viel Erfolg wünschen und sie beim Schwimmen beobachten, sodass ich nichts verpasste und gleichzeitig immer wieder etwas zu tun hatte. Eine super Möglichkeit also auch für alle Eltern, die so ihre Kinder zu den Wettkämpfen begleiten können. So kann jeder den Sport noch etwas mehr kennen lernen und gemeinsam zu einer funktionierenden Wettkampfteilnahme des Vereins beitragen.

Wer das also bisher noch nicht tut, meldet euch doch einfach mal bei den Trainern, die können weitere Infos dazu geben!

 

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