WV Darmstadt 1970 – Rüsselsheim Rays 26:11
Die Vorbereitungszeit ist vorbei, die Oberliga hat begonnen. Am vergangenen Sonntag starteten auch die Rüsselsheim Rays in die Saison 2026 – und das direkt mit einer echten Standortbestimmung. Mit dem WV Darmstadt 1970 wartete kein geringerer Gegner als der Absteiger aus der 2. Bundesliga im Darmstädter Nordbad.
Die Rays reisten mit voller Mannschaftsstärke an: 13 Spieler standen Coach Pascal Rothenburger zur Verfügung, sodass reichlich Wechselmöglichkeiten gegeben waren. Zudem begann die Saison mit einer wichtigen personellen Veränderung: Sebastian Opitz hatte das Amt des Teamkapitäns abgegeben, bleibt der Mannschaft aber weiterhin treu. Die Kapitänsbinde trägt nun Maria Steinborn, die das Team erstmals offiziell aufs Spielfeld führte.
Die Partie begann auf Augenhöhe. In der Centerverteidigung war Thomas Rothkugel früh stark gefordert, setzte jedoch gleich ein Ausrufezeichen und verwandelte den ersten Fünf-Meter-Strafwurf der Partie sicher. Kurz darauf erhöhte Sebastian Opitz, sodass die Rays überraschend mit 0:2 in Führung gingen.
Der WV Darmstadt zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt, fand schnell ins Spiel zurück und drehte die Partie zwischenzeitlich auf 5:2. Tom Rühle brachte die Rays mit seinem ersten Treffer des Nachmittags wieder heran, ehe Opitz erneut erfolgreich war. Dennoch ging das erste Viertel mit einem torreichen 7:4 an die Gastgeber.
Nach einer positiven Ansprache von Coach Rothenburger, der die gute Leistung seines Teams hervorhob, starteten die Rays motiviert in das zweite Viertel. Dieses wurde jedoch durch die dritte Herausstellung von Rothkugel überschattet, die dem Spiel der Gäste sichtlich schadete. Offensiv gelangen in diesem Abschnitt nur zwei Treffer durch Dušan Micic und erneut Opitz, während Darmstadt seine Führung weiter ausbauen konnte.
Nach dem Seitenwechsel folgte das bereits aus der Vorsaison bekannte Problemviertel. Auch diesmal lief im dritten Abschnitt wenig zusammen: Den Rays gelang kein einziger Treffer, während Darmstadt sieben Mal erfolgreich war und sich entscheidend absetzen konnte.
In der letzten Viertelpause fand Rothenburger dennoch klare Worte. Sein Ziel war deutlich: zweistellig treffen und im letzten Viertel mindestens fünf Tore erzielen.
Und die Mannschaft lieferte. Befreit spielten die Rays im letzten Abschnitt auf, agierten mutig und zielstrebig im Angriff und erzielten tatsächlich fünf Treffer. Damit endete das Schlussviertel mit einem 5:5, ein Achtungserfolg gegen einen starken Gegner.
Auch wenn das Spiel insgesamt verloren ging, war die Stimmung im Team positiv. Trainer und Spieler zeigten sich zufrieden darüber, dass man lange mithalten und am Ende noch einmal geschlossen zurückkommen konnte.
Coach Pascal Rothenburger zog ein positives Fazit: „Dass wir gegen diese Mannschaft so lange dagegenhalten konnten, hat mich sehr gefreut. Natürlich sind wir am Ende eingebrochen, aber man konnte sehen, dass alle mit Leidenschaft und Ehrgeiz dabei waren.“
Besonders hob er Luis Ackermann hervor, der nicht nur selbst traf, sondern zudem alle vier Anschwimmen für die Rays gewinnen konnte. Ebenfalls überzeugend präsentierte sich Tom Rühle, der nach seiner Rückkehr gleich vier Tore erzielte und damit ein starkes Comeback feierte.
Mit dieser Leistung haben die Rays trotz der Niederlage gezeigt, dass sie in der Oberliga angekommen sind – und dass in dieser Saison mit ihnen zu rechnen ist.
Das Spiel endete 26:11 (7:4|7:2|7:0|5:5), Torschützen: Sebastian Opitz (4), Tom Rühle (4) Luis Ackermann , Thomas Rothkugel, Dusan Micic
Das nächste Spiel der Rays findet am Montag, den 9. Februar im Usa-Bad in Bad Nauheim statt. Anpfiff ist um 20:30 Uhr.
