Bielefeld 2026 – Aprilwetter im Mai

Am Wochenende vom 29. bis 31.05 waren die Rüsselsheimer Wasserballer, wie auch die letzten Jahre, wieder beim Turnier in Bielefeld. Dieses Jahr aber mit nur 7 Spielern und einer Spielerin etwas dünner besetzt, weshalb der Plan von vornherein war, mit den langjährigen Turnier-Freunden des WaBaKo Leipzig (Instagram) zusammen zu spielen. So gibt es schlussendlich eine Herrenmannschaft „Rüsselsheim Rays“, die von zwei-drei Leipzigern unterstützt wird, und eine Mixed Mannschaft von Leipzig, die von einigen Rays und Rayinnen unterstützt wird. Doch schon während des Aufbauens der Pavillons zeigt sich das Wetter von seiner launischen Seite…

Seit etwa einer Stunde bahnt sich eine Gewitterfront an, die das Freibad in Bielefeld voll treffen wird. Während die meisten Ankömmlinge versuchen, ihre Zelte schnell wind- und wetterfest zu machen, versuchen zwei Rüsselsheimer die Pavillons, die den beiden Gruppen für die nächsten Tage Sonnen- und Regenschutz bieten sollen, zu sichern. Doch es nützt alles nichts, als die Sturmfront den ersten Pavillon samt Heringen und einer sich tapfer haltenden Person in die Höhe reißt und gegen den nahen Zaun wirft. Wenige Augenblicke später reißt es auch den zweiten Pavillon aus dem Boden. Einige sehr panische und nasse Sekunden später kann ein Pavillon vorübergehend gerettet und befestigt werden, doch der zweite bleibt ein recht klein gefalteter Haufen Schrott. Glück im Unglück, sonst wurde nichts beschädigt.

Als 1.5 Stunden später die letzten Gäste des Tages eintrudeln, zeugen nur noch ein paar herumliegende Äste vom Sturm, und auch der Regen wird weniger, sodass die letzten Zelte kurz vor Mitternacht sicher aufgebaut sind. Während sich ein Teil der Mannschaft nach den Strapazen des Tages ausruht, gehen andere noch ins Partyzelt…

Sonniger Samstag

Der nächste Morgen kommt schneller, als einigen lieb ist, und die Sonne beginnt, die vielen Pfützen im Freibad und in den Zelten zu trocknen. Die Turnier-Besprechung bringt eine wichtige Neuerung – da sich so wenige Mannschaften angemeldet haben, werden statt 2×6 Minuten dieses Jahr 2×8 Minuten mit durchlaufender Zeit gespielt. Für die dünn besetzten Mannschaften eine echte Herausforderung.

Kurz danach starten die Rüsselsheimer auch direkt mit ihrem ersten Spiel gegen den 1. WV Wunstorf. Nach einer starken ersten Hälfte, in der man mit 4:0 in Führung gehen kann, scheinen die Kräfte der Rays schneller zu schwinden als uns lieb ist, denn Wunstorf kann zügig aufholen und schließlich das Spiel zu einem 6:7 drehen. Ein Spiel später, bestreitet auch Leipzig das erste Spiel gegen „SCH Naps 04 cl“. Der zweikampfstarke Gegner kann sich eine frühe Führung sichern und behält diese leider auch bis zum Schluss (5:7).

Während einige das verschlafene Frühstück nachholen, wird einer der Pavillons mit den wenigen verbleibenden Teilen des zweiten Pavillons repariert, die nicht dem Sturm zum Opfer gefallen sind. Danach wird sich bei inzwischen fast 30°C die Zeit bis zu den nächsten Spielen mit Beach-Volleyball vertrieben.

Die Rüsselsheimer spielen nun gegen die Gastgeber des SGW Bielefeld. Auch hier gelingt den Rays die frühe Führung nach dem gewonnenen Anschwimmen von Luis, doch der Ausgleich folgt mit dem nächsten Angriff. Das Spiel geht ziemlich hin und her, und phasenweise trifft keine der beiden Mannschaften, dann legt einer vor, und der andere zieht nach. Endergebnis ist ein weiteres knapp verlorenes Spiel mit 4:5. Jetzt heißt es zügig abduschen und direkt ans Protokoll, bzw. für mich sogar als Schiedsrichter an den Beckenrand. Zwei Spiele müssen wir pfeifen, das sehr einseitige Duell, das Hannover gegen Eschweiler mit 14:1 gewinnt, und danach das von mir ersehnte Spiel von Dortmund gegen Schwedt (8:3). Ersehnt? Ja, wirklich. Denn wie oft kann man einem ehemaligen Teilnehmer der Olympischen Spiele, für die deutsche Nationalmannschaft, live beim Wasserball-Spielen zuschauen. Denn Maurice „Mopi“ Jüngling unterstützt die Dortmunder bei diesem Turnier – sogar mit gelber Rüsselsheimer Wasserballkappe!

Im Laufe des Nachmittags muss Leipzig noch zwei Spiele bestreiten. Leider bringen alle Anfeuerungen gegen die starken Spieler und Spielerinnen des SV Olympia Borghost nichts, und man muss sich mit einer 2:5 Niederlage zufriedengeben. Als letztes Spiel des Tages für unsere Spielgemeinschaft tritt Leipzig, mit einigen Verstärkungen aus Rüsselsheim, dann noch gegen die Bielefelder Jugendmannschaft an. Diese braucht etwas, um ins Spiel zu kommen, und kann die Zwei-Tore-Führung von Leipzig bis zum Schluss nicht einholen (7:5).

Ein sehr sonniger und warmer Tag, mit vielen schönen, wenn auch zu vielen verlorenen Wasserball-Spielen geht so langsam zu Ende. Einige letzte Runden Volleyball werden gespielt, während ein Großteil der Mannschaft mit Kartenspielen gemütlich beisammen sitzt. Später heißt es ab ins Partyzelt, oder und, ins Bett.

Regnerischer Sonntag

Der Sonntag startet mit schlechten Neuigkeiten. Gewitter. Jeder Donnerschlag schiebt die noch ausstehenden Spiele weiter nach hinten. Einige Spiele werden gestrichen, und als endlich wieder Spiele stattfinden können, wird die Zeit wieder auf 2×6 Minuten verkürzt, damit mehr Spiele in der Pause zwischen dem voraussichtlich später folgenden Gewitter stattfinden können. Rüsselsheim trat gegen Stollberg an und wurde mit 2:8 aus dem Becken gefegt. Danach muss alles schnell gehen. In der 20 Minütigen Regenpause wird das Meiste abgebaut und zusammengeräumt, bevor Leipzig wieder ins Wasser muss. Leider verloren diese auch recht deutlich mit 2:8 gegen Stuttgart. Noch ein Regenschauer. Kurz abwarten, dass die Sonne in den 10 Minuten Regenpause die Pavillons trocknet, und dann auch diese verstauen. Denn zu dieser Zeit kam die Durchsage der Turnierleitung, dass alle weiteren Spiele wegen des anstehenden zweiten Gewitters abgesagt werden.

Somit landet Rüsselsheim auf den Plätzen 7-8 bei den Herren, und Leipzig auf Platz 4.

Hier noch mal ein herzliches Dankeschön an Tom Uhlig ( https://tomuhlig.de/ ) für die vielen qualitativ hochwertigen Bilder von diesem Wochenende!